Foto: Jaderpark

Jaderpark eröffnet Deutschlands modernste Wildwasserbahn

Ein Vierteljahrhundert Jaderpark! In seinem Jubiläumsjahr eröffnet der Tier- und Freizeitpark nun seine bisher größte Attraktion, eine Wildwasserbahn mit dem Namen „Okavango River“. Gebaut nach modernsten Maßstäben und durch ihr Fahrsystem einmalig in Deutschland

Wenn in den vergangenen 25 Jahren der Anspruch der Parkbetreiber (Familie Ludewigt aus Oldenburg) immer dahin ging, den Besuchern regelmäßig neue, attraktive und einmalige Erlebnisse zu bieten, so toppt die Wildwasserbahn „Okavango River“ alles Bisherige. Auf dem thematisch angelegten Afrikagelände, dem „Okavango Delta“ entstand auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern eine Kulisse, die einem afrikanischen Dorf nachempfunden ist und mit vielen detailreichen und aufwendigen Dekorationen versehen wurde. Untermalt wird das Ganze mit einer eigens dafür komponierten Musik. Das gesamte Erscheinungsbild ist maßgeschneidert und exklusiv für den Jaderpark und kann somit in keinem anderen Park erlebt werden!

Foto: Jaderpark

In diese Landschaft ist die Wildwasserbahn mit einer Fahrstrecke von knapp einem halben Kilometer integriert. Highlights sind eine 12 Meter hohe Abfahrt über die man mittels eines speziell konstruierten Vertikalliftes gelangt und eine zweite Abfahrt, bei der es rückwärts hinab geht, da sich davor eine Drehstation befindet. Während der ruhigen Fahrstrecke gleitet das Boot an einem Wasserfall von 2,5 Meter Höhe, Kunstszenen mit Elefanten-, Affen- und Vogelnachbildungen und afrikanischem Dorfleben vorbei.

Neben dem aufwendigen Erlebnisaspekt spielte beim Bau auch ein umweltschonender Betrieb der Anlage eine wesentliche Rolle. So werden die 500.000 Liter Wasser, die zum Betreiben der Bahn nötig sind, über eine Pflanzenkläranlage aufbereitet. Hier wird das Wasser chemiefrei und ausschließlich durch mechanisch-biologische Wasseraufbereitung gereinigt. Durch die große Fläche der Pflanzenkläranlage von 200 qm, wird Regenwasser aufgefangen und dem Wasserkreislauf der Attraktion zugeführt, um der Wasserverdunstung durch Sonneneinstrahlung entgegenzuwirken. Da weder Chemikalien noch Sandfilter eingesetzt werden, kann das Wasser am Ende der Saison ohne Nutzung einer Kläranlage als Oberflächenentwässerung entsorgt werden. Der Verbrauch wertvoller Ressourcen kann damit erheblich gesenkt werden und die zusätzliche Integration einer Photovoltaik-Anlage sorgt für weitere Nachhaltigkeit und eine zufriedenstellende CO2-Bilanz.

Für die gesamte Anlage war eine Investition von 1,8 Millionen Euro nötig und konnte nur durch einen erheblichen Anteil von Eigenleistung in diesem Bereich gehalten werden. Sehr beeindruckend ist die Bauzeit von nur knapp einem Jahr. Wobei es durch die extreme Witterung im Winter notgedrungen zu Stillstandzeiten kam, die durch engagierten Einsatz der Mitarbeiter aufgeholt wurden. Das gesteckte Ziel im Jubiläumsjahr Okavango River für die Parkbesucher zu eröffnen, sollte unter allen Umständen ermöglicht werden und ist nun mit der Freigabe durch den TÜV Anfang August möglich geworden.

Faktencheck

  • Planung und Baubeginn: August 2017 mit Erdaushub und Sandauffüllung, um den torfigen Standort für eine stabile Lastenaufnahme vorzubereiten.
    Eigentlicher Baubeginn: September 2020
  • Investition: 1,8 Millionen Euro + hoher Anteil Eigenleistung
  • Highlights:
    – Gesamtfläche der Anlage 130 x 80 Meter = 10.000 qm
    – Fahrstrecke 450 Meter, Fahrzeit ca. 5 Minuten
    – 2 Abfahrten mit 12 Meter über Vertikallift und 7 Meter Rückwärtsfahrt über Drehstation
    – Durchlass 450 – 480 Personen/Stunde mit 10 Booten
  • Design:
    – Kulisse eines afrikanischen Dorfes mit Bahnhof, Marktplatz und mehr
    – künstlichen Landschaftsszenen mit Elefanten, Affen und Vögeln
    – Wasserfall aus Kunstfelsen mit 2,5 Meter Höhe
  • Umweltverträglichkeit:
    – Pflanzenkläranlage bereitet 500.000 Liter Wasser auf,
    – keine Chemie bzw. Filter, damit Entsorgung ins Oberflächenwasser möglich.
    – Stromverbrauch 60 kWh (entspricht 50% der alten Anlage)
    – Nachrüstung einer Photovoltaik-Anlage auf Betriebsgebäude der Anlage
  • Material (nur erwähnenswerte Posten):
    – 1.100 Tonnen Beton
    – Kabel, Wasserleitungen, Abwasser sowie Leerrohre ca. 15 Km
  • ausführende Firmen:
    – Hafema – Hersteller Wasserbahn
    – Kinderland (Emsland-Spielgeräte) – dekorative Gestaltung und Ausführung
    – Gert Eussen – Designer
    – KaGo Hammerschmidt – Kunstfelsen
    – IMAScore – Soundtrack

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